Januar war vor allem eins: kalt! Obwohl ich wirklich nicht empfindlich bin, was Kälte angeht, bin ich bereit für den Frühling. Ich habe einfach keine Lust mehr auf dicke Pullover, kalte Hände (ich hasse Handschuhe) und kalte Ohren (ich hasse Mützen).

Anfang des Monats hatte ich einen richtigen Lauf und habe zwei dicke Bücher direkt hintereinander weggelesen. Wohoo!

Narbenseele – Jonathan Kellerman 

Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48488-1
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann

Narbenseele von Jonathan Kellerman
Narbenseele von Jonathan Kellerman

Inhalt: Grace Blades ist eine brillante Psychologin. Ihre Gabe, verletzte Seelen zu heilen, kommt nicht von ungefähr. Sie trägt ihre eigenen unsichtbaren Narben – früh musste sie den blutigen Tod ihrer Eltern mit ansehen. Und Grace‘ makelloser professioneller Ruf besteht nur, weil sie ihre geheime dunkle Seite strikt von ihrem Berufsleben trennt. Umso schockierter ist sie, als eine Bekanntschaft aus ihrem Privatleben in ihrer Praxis auftaucht. Schlimmer noch, am nächsten Tag wird dieser Patient tot aufgefunden. Grace beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch dabei kommt sie einem grausamen Gegner auf die Spur, der die Dämonen ihrer Vergangenheit wieder aufleben lässt.

Review: Der am 19.12.2016 erschienene Thriller Narbenseele ist eine wirklich spannende Geschichte mit einer erstaunlich coolen und fast schon sympathischen Protagonistin. Grace hat sich ein Leben genau nach ihren Wünschen und Vorstellungen erschaffen. Man könnte fast sagen, dass sie, wenn vielleicht nicht glücklich, doch zumindest, zufrieden ist. Nachdem ihr Leben durch den Tod eines Patienten auf den Kopf gestellt wird, beginnt die Geschichte erst richtig. Lage um Lage wird dabei nicht nur das Mysterium um den Tod gelüftet, man erhält auch einen Einblick in die ernüchternde und traurige Vergangenheit von Grace. Narbenseele lässt einen wirklich nicht mehr los und motiviert unglaublich zum Weiterlesen. Ein fesselnder Thriller mit Tiefgang also.

!!Achtung!! Ab hier enthält die Review Spoiler!!!

Direkt nach der Lektüre war ich ein bisschen enttäuschten von dem unspektakulären Finale. Bei Thrillern ist man häufig einen ausschweifenden und sensationellen Showdown gewöhnt. Im Vergleich dazu ist das Ende von Narbenseele schon fast dezent. Die Vergewaltigung der Schwester des Antagonisten fand ich hier jedoch überflüssig. Sein teuflischer Charakter war im Laufe des Buches bereits mehr als deutlich geworden. Die Vergewaltigung wirkt hier daher leider wie ein billiger Schockmoment.

Black Memory – Janet Clark

Paperback, Klappenbroschur, 384 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-41833-2
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne

Black Memory von Janet Clark
Black Memory von Janet Clark

Inhalt: Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.
Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet – von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

Review: Bei der Lektüre von Black Memory war ich zeitweise einfach nur verwirrt. Als Leser weiß man genauso viel wie die Hauptfigur Clare, also gar nichts. Alle Informationen und Geschichten der anderen Figuren muss Skepsis entgegengebracht werden. Wann weiß nicht, wem sie vertrauen kann, wer lügt oder sie ausnutzen möchte. Das ganze wird gespickt mit einem Hauch Science Fiction.

Die Autorin Janet Clark schafft es wirklich den Leser immer wieder zu überraschen. Die vielen unvorhergesehenen Plotttwist führen dazu, dass man einfach weiterlesen muss. Hinzu kommt, dass die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin erzählt wird. Der Leser erhält also gleichzeitig mit ihr Bruchstücke oder vermeintliche Bruchstücke aus ihrer Erinnerung und muss so auch für sich selbst das Rätsel lösen. Dabei lag ich mit meinen Annahmen so häufig falsch…

Wenn ihr also eine Geschichte sucht, die von der ersten Seite fesselnd ist und euch herausfordernd habt ihr diese mit dem am 12.12.2016 erschienen Thriller Black Memory gefunden!

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