Nanowrimo oder „National Novel Writing Month“ ist ein Schreibprojekt, das jedes Jahr im November stattfindet. Das Ziel ist es innerhalb von 30 Tagen 50.000 Wörter zu schreiben und somit die erste Fassung eines Romans. Seit ich das erste Mal von diesem Projekt gehört habe, wollte ich es auch probieren. Aber es kommt ja immer etwas dazwischen: Uni, Arbeit, Netflix… Aber dieses Jahr bin ich überaus motiviert und möchte es schaffen. Ich arbeite Vollzeit, also ist hier eine gute Planung notwendig. Nach einiger Recherche habe ich etwas gefunden, was für den Erfolg oder Misserfog jedes Nanowrimos verantwortlich ist: Das sogenannte Nanowrimo Survival-Kit. Ist es gut, kann dir nichts passieren und du schreibst dich ins Ziel. Ist es jedoch nicht gut durchdacht oder dir fehlt ein elementares Teil, dann stirbst du wahrscheinlich, bei dem Versuch 50.000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben. Auch das habe ich bei meiner Recherche herausgefunden… Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen und habe mein persönliches Nanowrimo Survival-Kit zusammengestellt.

Word Count Tracker

wp-1476626563003.jpg50.000 Wörter in 30 Tagen, das kann einschüchtern. Es ist immer gut sich große Ziele in viele kleine Teilziele aufzuspalten. Wenn man nämlich jeden Tag nur 1.667 Wörter schreibt, hat man am Ende gewonnen. Um sicherzustellen, dass ich mein tägliches Pensum schaffe, habe ich diesen Word Count Tracker. Den hab ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern von Boho Berry abgeschaut. Sie bietet den Tracker übrigens auch als Download auf ihrem Blog an.

 

Kaffee

wp-1476626562060.jpgKaffee gehört für mich ganz ehrlich zu fast jeder Aktivität und darf natürlich auch beim Schreiben nicht fehlen. Da ich Vollzeit arbeite, kann ich unter der Woche nur am Morgen oder am Abend schreiben, da brauche ich ganz sicher die eine oder andere Tasse. Das sind übrigens Kaffee-Pads für meine Senseo-Maschine, falls ihr euch wundert.

Süßigkeiten

wp-1476626560461.jpgSüßigkeiten, die als Belohnung eingesetzt werden, habe ich in fast allen Survival-Kits gefunden. Die Idee klingt logisch. Ich werde berichten, ob mich die Aussicht auf Schoki und Co. motiviert oder nicht. Auf dem Bild seht ihr übrigens die einzigen Süßigkeiten, die ich finden konnte… Keine besonders ansprechende Ausbeute, wenn ihr mich fragt. Vor allem da der PEZ-Spender leer ist. 😦 Die amerikanischen Nanowrimo-Teilnehmer haben den Vorteil, dass sie am 1. November jede Menge reduzierte Halloweensüßigkeiten kaufen können. Vielleicht probiere ich es einfach schon mal mit Weihnachtsgebäck?

Eine geputzte Wohnung

wp-1476626560300.jpgWenn man erwachsen ist, nicht mehr bei seinen Eltern lebt und keine Putzhilfe hat, muss man sich halt selbst um den Haushalt kümmern. Zumindest um einen Teil, die andere/n Person/en im Haushalt sollten schließlich auch etwas tun. Wenn man am Anfang des Schreibmarathons mit einer blitzblank geputzten Wohnung startet, braucht man sich hier aber deutlich weniger Sorgen zu machen, falls mal unangekündigter Besuch kommt (Bitte kommt nicht, ich muss schreiben… ;). Klar, die Wohnung wird wieder schmutzig, aber wenigstens stimmt die Basis und man kann sich auf das Tippen konzentrieren.

Zeit für das Schreiben

wp-1476629237755.jpgMan braucht Zeit um 50.000 Wörter zu schreiben, darüber muss man sich im Klaren sein. Wenn man sowieso 16 Stunden am Tag dauerbeschäftigt ist und dann todmüde ins Bett fällt, wird es schwierig, noch eine Aufgabe reinzuquetschen. Irgendetwas anderes muss daher erst einmal wegfallen. Es ist ja nur für einen Monat, danach kann man wieder anfangen alle zwei Tage aufwendige Nageldesigns zu kreieren oder Netflix zu suchten. Bleibt aber realistisch! Ich habe mir an Wochentagen für das Schreiben 1,5 bis 2h geblockt. Die werde ich aber nicht jeden Tag nutzten können, da ich ab und zu länger arbeite, einfach zu müde bin oder etwas Wichtiges dazwischen kommt. Am Wochenende habe ich dann etwas mehr Zeit und kann die Wörter, die ich unter der Woche nicht geschafft habe aufholen. Zumindest ist das mein Plan 🙂

Technik

wp-1476626559185.jpgIch werde vor allem an meinem iPad über eine Bluetooth Tastatur schreiben, weil ich so weniger abgelenkt werde. Am Laptop hat man zu leicht 30 Tabs auf, schaut sich eben ein YouTube Video an oder erstellt noch ganz fix eine Playlist für diese Szene. Ich finde, das ist beim iPad alles ein bisschen schwieriger und daher besser für den Schreibprozess. Ich schreibe übrigens in Evernote, weil man hier wunderbar Notizbücher erstellen kann, die alle Notizen, Websites & Inspirationen enthalten, direkt neben dem eigenen Text. Man hat also alles auf einen Blick und kann alles ganz einfach durchsuchen. Auch sehr wichtig: Nicht vergessen die Geräte und Akkus aufzuladen!

Eine Idee

wp-1476626562996.jpgIhr braucht nicht nur eine Idee, sondern im Besten Fall auch schon einen Plan, und zwar für alle Kapitel, die ihr schreiben werdet. Es gibt nichts, was mehr kostbare Schreib-Zeit frisst, als sich überlegen zu müssen, was als Nächstes passiert. Wenn ihr schon dabei seid, dann entscheidet euch auch schon für Figuren, gebt ihnen Namen (diese müssen ja nicht final sein). Und gaaaanz wichtig: Klärt die Frage nach dem Motiv eurer Figuren. Was wünschen sich eure Figuren mehr als alles andere? Wovor haben sie Angst? Auf der Nanowrimo Website gibt es viele Tipps und Tricks für die Planung eurer Geschichte, klickt einfach hier.

Ansonsten brauche ich nur noch eine gemütliche und ruhige Ecke, in der ich schreiben kann und meiner ersten, hoffentlich erfolgreichen, Nanowrimo-Teilnahme steht nichts mehr im Weg!

Was befindet sich in eurem Survival-Kit? Was würdet ihr noch hinzufügen?

Advertisements