Review Ready Player OneIch mag Videospiele. Vor allem solche wie Mario, Mario Kart, Zelda, Harvest Moon oder Animal Farm. Leider kann ich mich aber nicht länger als eine halbe Stunde auf diese Videospiele konzentrieren. Ganz anders als bei Büchern, die ich stundenlang lesen kann, ohne müde zu werden. Trotzdem faszinieren mich virtuelle Realitäten und die vollständige Immersion in eine digitale Welt. Nicht nur deshalb hat mir „Ready Player One“ von Ernest Cline so gut gefallen.

Inhalt

Im Jahr 2044 hat die Welt für Wade Watts nichts mehr zu bieten. Und so flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, der in OASIS versteckt ist. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der realen Welt. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem unvorhersehbaren Ende spielt!

Review

„Ready Player One“ ist das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Unser Held ist Wade, ein Achtzehnjähriger, der den größten Teil seiner Zeit in der OASIS, einem Massively Multiplayer Online Game, verbringt. Er ist aber nicht der Einzige. Der Großteil der Menschheit bewegt sich jeden Tag in dieser virtuellen Welt, denn die Realität hat ihnen nicht mehr viel zu bieten. In der OASIS gehen sie zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder bekämpfen Monster auf verschiedenen Planeten. Als der Erschaffer dieser Welt, James Halliday, stirbt, hinterlässt er ein Easter Egg. Dieses soll sich irgendwo in der riesigen virtuellen Welt verstecken. Derjenige, der dieses Easter Egg findet, soll sein riesiges Vermögen sowie das Unternehmen hinter der OASIS erben. Das hört sich doch nach einer ziemlich spannenden Jagt nach einem verborgenen Schatz an, oder?

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Das Setting in einer dystopischen Zukunft, in der sich die Menschen lieber in einer virtuellen Welt bewegen, statt in der Realität bietet zwei Vorteile. Zum einen versteht man besser, wieso Wade die OASIS so am Herzen liegt. Zum anderen bietet die OASIS unendliche Möglichkeiten für verschiedene Welten. Und das ist es doch, was Bücher-Nerds mit Videopsiel-Nerds gemeinsam haben, oder? Wir tauchen gerne in andere Welten ein und erforschen sie. Lassen uns von Geschichten mitreißen, fiebern mit und können stundenlang über fiktive Gegenstände, Figuren usw. diskutieren. Dieses Gefühl bringt der Roman auf einmalige Art und Weise rüber.

Obwohl der Roman, mit über 500 Seiten, schon ein Brocken ist, bin ich durch das Buch geflogen. Die spannende Geschichte und der packende Schreibstil ließen mich das Buch nicht aus der Hand legen. Zwar spielt der größte Teil der Geschichte in einer virtuellen Welt, trotzdem kommt die Menschlichkeit nicht zu kurz. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind glaubwürdig, die Plot Twists überraschend und alles in allem „Ready Player One“ ein rundum gelungenes Buch. Wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, solltet ihr es lesen, auch wenn ihr mit Videospielen nichts anfangen könnt!

Gerade ist Ernest Clines neuester Roman auf englisch erschienen: „Armada“.

Wieder geht es um ein Videospiel. Ich bin schon sehr gespannt darauf und werde es definitiv lesen!

Habt ihr „Ready Player One“ gelesen? Wie hat es euch gefallen?

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