Review Margos Spuren

Paper Towns/Margos Spuren“ ist nach „The Fault in our Stars/ Das Schicksal ist ein mieser Verräter„, zu dem eine separate Review geben wird, mein zweiter Roman von John Green.

Inhalt

Es geht um Quentin Jacobsen, dessen Highschool Abschluss nur wenige Wochen entfernt ist. Quentin liebt drei Dinge: seine Freunde, Routine und Marto Roth Spiegelman, seine Nachbarin und ehemalige Spielkameradin. Als sie in ihrer Kindheit eine Leiche im Park fanden, reagierten sie äußert unterschiedlich darauf. Quentin fürchtete sich, wie wahrscheinlich die meisten Kinder, doch Margo wollte wissen, wer der tote Mann ist und warum er im Park endete. Also stellte sie Nachforschungen an. Dies ist viele Jahre her, schon lange haben Quentin und Margo nur selten Kontakt und bewegen sich in verschiedenen Gruppen in der Schule. Als Margo eines Abends vor seinem Fenster steht und ihn bittet ihr Fahrer für den Abend zu sein ist Quentin mehr als überrascht. Doch er kommt mit und erlebt eine Nacht, die er nie vergessen wird.

Quentin liebt seine Routine, seinen Alltag und ist ganz zufrieden damit zu wissen, was die Zukunft bringt. Er ist zwar sympathisch, aber auch etwas langweilig. Margo hingegen sträubt sich gegen ihr jetziges Leben und bricht regelmäßig aus. Es scheint, dass Quentin genau diese Unberechenbarkeit faszinieren findet. Als Margo dann einfach verschwindet und es kein Anzeichen dafür gibt, dass sie zurückkehrt, ist er der Einzige, der nach ihr sucht.

John Green Paper Towns Review
John Green – Paper Towns / Margos Spuren

Review

Eins vorweg: „Margos Spuren“ ist ein gutes Buch und es lohnt sich einen Blick rein zuwerfen. Trotzdem habe ich einige Probleme mit der Geschichte: Die Figuren sind nach altbekannten Klischees geformt und könnten direkt aus jedem Teenie Film stammen. Wir haben den schüchternen Helden, mit dem guten Herz, sein überdrehter bester Freund, das beliebte, hübsche Mädchen, dass tiefer gehende Probleme versteckt und ihre neidische Tussi-Freundin. Kommt euch das bekannt vor? Diese Figurenwahl hat mich leider enttäuscht. Hinzu kommt, dass mich die beiden Hauptfiguren (Quentin und Margo) extrem an Miles und Alaska aus „Eine wie Alaska“ erinnert haben, ein weiterer YA-Roman von John Green. Die Ähnlichkeiten sind so extrem, dass ich regelmäßig durcheinander komme.

Margos Spuren / Paper Towns - Eine Szene aus dem Film
Margos Spuren / Paper Towns – Eine Szene aus dem Film

Auch die Geschichte ist sehr vorhersehbar und austauschbar. Man weiß sehr schnell, was passieren wird. Trotzdem hat „Margos Spuren“ auch viele Qualitäten, wie der mitreißende und einfühlsame Schreibstil von John Green, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ. Oder die wunderbaren Aussagen und Themen der Geschichte. Wie zum Beispiel, dass sich hinter jedem Menschen mehr versteckt, als das was man auf den ersten Blick sieht. Oder dass, es ok ist verschiedene Vorstellungen vom Leben zu haben. Jeder Mensch ist anders, was für den einen langweilig erscheint, ist für den anderen der Himmel auf Erden. „Margos Spuren“ ist eindeutig ein Buch, dass für mehr Toleranz und weniger Verurteilung plädiert und das gefällt mir sehr gut!

Wie hat euch „Margos Spuren“ gefallen? Seht ihr das ähnlich oder ganz anders als ich? Am 30. Juli kommt „Margos Spuren“ übrigens in die Kinos, mit einem ziemlich gelungenen Cast. Schaut euch hier den ersten Trailer an!

 

Advertisements