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So muss ein Thriller beginnen (Die Chemie des Todes – Simon Beckett)

Das herrlich sonnige Frühlingswetter passte so gar nicht, um einen Thriller zur Hand zu nehmen. Aber ich wurde nicht enttäuscht! Das gute Wetter  interessierte mich kein Stück, weil ich “Die Chemie des Todes” von Simon Beckett gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Inhalt: Nach einem schweren Schicksalsschlag beschließt David Hunter als Landarzt im abgelegenen Dorf Manham zu arbeiten. Sein Leben fließt dahin und er scheint gar nicht zu bemerken, dass schon drei Jahre vergangen sind. Er kennt seine Nachbarn und Patienten und hat ein paar Freundschaften geschlossen. Als plötzlich eine Leiche gefunden wird holt ihn seine Vergangenheit ein. Der Tod, so scheint es, kann den besten forensischen Anthropologen Englands einfach nicht in Frieden lassen…

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Review:

Seit dem ersten Aufschlagen dieses Thrillers bis zur letzten Seite war ich begeistert und gepackt. Schon die ersten Zeilen ziehen den Leser in den Bann. Häufig empfinde ich den Anfang von Romanen etwas schwierig. Deshalb ist das ein großer Pluspunkt. “Die Chemie des Todes” ist aus der Sicht der Hauptfigur David Hunter geschrieben. Ich mochte David. Ich hatte das Gefühl ein authentische Figur vor Augen zu haben, deren Verhalten nachvollziehbar war.

Der Lesefluss hat mir auch sehr gut gefallen, die Ereignisse folgten schnell, aber nicht überstürzt aufeinander. Für den Leser sehr angenehm war, dass David einen “Gegenspieler” bei der Polizei hatte, Inspector Mackenzie. Da dieser genauso wenig Ahnung von Forensischer Anthropologie hatte, wie die meisten Leser, hat David alles so einfach wie möglich erklärt.

NICHT lesen, wenn ihr das Buch noch nicht zu Ende gelesen habt: Für eine kurze Sekunde war ich enttäuscht vom Ende. Das Happy End fühlte sich zu gezwungen und konstruiert an. Meiner Meinung nach, wäre es glaubwürdiger gewesen, wenn Jenny gestorben wäre. Aber diese Sekunde verging und ich gönne David, dass er auch mal Glücklich ist.

Zitat:

“Nein, ich will nicht die Leiche sehen, sondern den Ort, an dem sie gefunden wurde.” Ich konnte seine Gereiztheit durch die Leitung spüren. “Weshalb? Was soll das bringen?”
Mein Mund war trocken. “Ich werde nach Laub suchen.”

Für “Die Chemie des Todes” von Simon Beckett gebe ich eine ganz klare Leseempfehlung! Ob “Kalte Asche”, der zweite Teil in der David Hunter-Reihe, genauso gut ist wie der Vorgänger, erzähle ich ein andermal.

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